Hier geht es um Meldungen rund um den Serverstart, die Anmeldung von Spielern und Netzwerkverbindungen, etwa zu Ports oder zu einem Proxy wie Velocity oder BungeeCord. Jeder Abschnitt behandelt genau eine Meldung. Einige verhindern den Start des Servers, andere betreffen nur einzelne Spieler oder eine Zusatzfunktion.

Den vollständigen Wortlaut findest du in der Konsole und unter Dateien in logs/latest.log. Meldungen, bei denen ein Proxy seinen Zielserver nicht erreicht, stehen im Log des Proxys. Lies jeweils auch die Zeilen direkt davor und danach.

Bevor du server.properties, Plugin-Konfigurationen oder Weltdateien änderst, lege unter Sicherungen eine Sicherung an. So kommst du jederzeit zum alten Stand zurück.

„Address already in use“: Server- oder Plugin-Port ist belegt

So sieht die Meldung aus:

**** FAILED TO BIND TO PORT!
java.net.BindException: Address already in use
io.netty.channel.unix.Errors$NativeIoException: bind(..) failed with error(-98): Address already in use

Was dahintersteckt: Ein Port nimmt Netzwerkverbindungen entgegen und ist hier bereits durch einen anderen Dienst belegt. Kann Minecraft seinen Spielport nicht öffnen, startet der Server nicht. Auch Geyser oder Simple Voice Chat können beim Öffnen ihres UDP-Ports scheitern; UDP ist ein Netzwerkverfahren etwa für Sprachdaten. Dann fällt die jeweilige Anbindung aus; ob der Server weiterläuft, zeigen die folgenden Logzeilen.

So behebst du es:

  1. Lies die Zeilen vor und nach dem Fehler. Hinweise wie Voice chat server error oder Failed to start the udp server helfen bei der Zuordnung; ein Plugin-Name allein sagt nicht, ob der Server weiterläuft.
  2. Betrifft es den Spielport, stoppe den Server über die Konsole vollständig und starte ihn neu. Das Panel verwaltet den Spielport automatisch; ändere server-port nicht von Hand.
  3. Betrifft es einen Zusatzdienst, öffne unter Dateien dessen Plugin- oder Mod-Konfiguration. Verwende einen zugewiesenen Port, den kein anderer Dienst mit demselben Netzwerkverfahren nutzt, oder schalte die Funktion ab. Starte danach neu.
  4. Bleibt der Spielport belegt, öffne ein Ticket und nenne die Uhrzeit der Meldung.

Gut zu wissen: Simple Voice Chat einrichten.

„The server is running in online mode“: Login-Plugin startet nicht

So sieht die Meldung aus:

[LibreLogin] !!!The server is running in online mode! LibreLogin won't start unless you set it to false!!!
[FastLogin] Server has to be in offline mode

Was dahintersteckt: Im Online-Modus (online-mode=true in server.properties) prüft der Server Java-Konten direkt bei Mojang. Das betroffene Anmelde-Plugin erwartet eine andere Anmeldekonfiguration und verweigert deshalb den Start oder kann die Anmeldung nicht steuern. Damit fällt die Anmeldung über dieses Plugin aus; der Online-Modus bleibt aktiv und weist Spieler ohne gültiges Minecraft-Konto weiterhin ab.

So behebst du es:

  1. Sollen Spieler mit gültigem Minecraft-Konto direkt beitreten, lass online-mode=true eingestellt. Stoppe den Server, entferne das betroffene Anmelde-Plugin unter Plugins und starte neu.
  2. Nutzt du einen Proxy, also einen vorgeschalteten Server, prüfe dessen Anmeldung, die Absicherung gegen direkte Verbindungen zum dahinterliegenden Server und das Forwarding. Forwarding überträgt die bestätigten Spielerdaten an diesen Server.
  3. Setze online-mode=false unter Dateien in server.properties ausschließlich hinter einem korrekt abgesicherten Proxy mit richtig konfiguriertem Forwarding und bei gestopptem Server. Ohne dieses Schutzkonzept bleibt der Online-Modus eingeschaltet.
  4. Starte nach Änderungen neu und prüfe in der Konsole, ob das Login-Plugin wie vorgesehen startet.

Gut zu wissen: Ohne abgesicherte Anmeldung können fremde Personen Spielernamen übernehmen. Weiterführend: Cracked-/Offline-Modus aktivieren.

Die Minecraft-EULA ist nicht akzeptiert

So sieht die Meldung aus:

You need to agree to the EULA in order to run the server. Go to eula.txt for more info.

Was dahintersteckt: Die EULA ist der Lizenzvertrag von Mojang bzw. Microsoft für Minecraft-Server. Ein Java-Server startet erst, wenn in der Datei eula.txt die Zeile eula=true steht. Fehlt sie oder steht dort eula=false, beendet sich der Server direkt nach dem Start wieder. Bei uns wird dieser Wert automatisch gesetzt. Die Meldung taucht deshalb meist erst auf, wenn eula.txt gelöscht oder überschrieben wurde, zum Beispiel beim Hochladen eigener Serverdateien.

So behebst du es:

  1. Öffne unter Dateien im Hauptordner des Servers, dort wo auch server.properties liegt, die Datei eula.txt.
  2. Ändere eula=false in eula=true und speichere. Fehlt die Datei, lege sie mit genau dieser einen Zeile an.
  3. Starte den Server und verfolge den Start in der Konsole.

Gut zu wissen: Mit eula=true stimmst du den Bedingungen der Minecraft-EULA zu.

Ausführlich: Minecraft-EULA und erster Serverstart

„… tried to join with an invalid session“: Minecraft-Anmeldung abgewiesen

So sieht die Meldung aus:

Username '<Spieler>' tried to join with an invalid session

Was dahintersteckt: Der Server konnte die Sitzung eines Java-Spielers nicht als gültig bestätigen und weist den Beitritt im Online-Modus (online-mode=true) ab. Das passiert bei Clients ohne gültiges, gekauftes Minecraft-Konto, aber auch bei einer abgelaufenen Sitzung eines gültigen Kontos. Dein Server ist gesund und läuft normal weiter.

So behebst du es:

  1. Frag den Spieler, ob er Minecraft: Java Edition mit einem Microsoft-Konto gekauft hat und im offiziellen Launcher damit angemeldet ist.
  2. Hat er ein gültiges Konto, soll er den Minecraft-Client komplett schließen und neu starten. Bleibt die Sitzung ungültig, soll er sich im Launcher erneut mit dem richtigen Konto anmelden und das Spiel wieder starten.
  3. Spielt er mit Bedrock auf Handy, Konsole oder Windows, kann er stattdessen über die Crossplay-Adresse deines Servers beitreten, sofern Crossplay aktiv ist.
  4. Schalte deswegen nicht den Online-Modus von Hand ab.

Gut zu wissen: Willst du nur echte Konten zulassen, musst du nichts ändern. Die Meldung zeigt dann, dass der Schutz greift.

Ausführlich: Cracked-Server: Login und Grenzen

„Couldn't verify username because servers are unavailable“: Minecraft-Anmeldung gestört

So sieht die Meldung aus:

Couldn't verify username because servers are unavailable

Was dahintersteckt: Im Online-Modus fragt der Server bei jedem Beitritt die Anmelde-Server von Mojang bzw. Microsoft, ob das Konto echt ist. Antworten diese gerade nicht, kann der Server das Konto nicht prüfen und lässt den Spieler nicht hinein. Das liegt nicht an deinem Server: Bei einer Störung dort trifft es alle Server mit aktivem Premium-Check gleichzeitig. Neue Spieler kommen so lange nicht auf den Server, wer schon online ist, spielt in der Regel weiter.

So behebst du es:

  1. Warte die Störung ab. Sie behebt sich meist innerhalb weniger Minuten von selbst.
  2. Prüfe die offiziellen Störungsmeldungen von Minecraft bzw. Mojang/Microsoft.
  3. Bitte deine Spieler, es in ein paar Minuten erneut zu versuchen.
  4. Schalte deswegen nicht online-mode ab. Das würde deinen Server dauerhaft für gefälschte Konten öffnen, statt ein kurzes Problem zu lösen.

Gut zu wissen: Kommen Spieler auf anderen Servern problemlos hinein und hält die Meldung bei dir lange an, öffne ein Ticket und nenne die Uhrzeit der Meldung.

„Unable to initialise query system“: Query-Port ist belegt

So sieht die Meldung aus:

Unable to initialise query system on <IP>:<Port>
java.net.BindException: Address already in use

Was dahintersteckt: Query ist eine zusätzliche Schnittstelle über das Netzwerkverfahren UDP, über die Serverlisten und Werkzeuge Spielerzahl und Online-Status abfragen. Startet sie nicht, fehlen diese Angaben über Query. Das Spielen selbst ist nicht betroffen, Spieler können normal beitreten. Die BindException darunter zeigt den Grund: Der Query-Port ist schon belegt oder kollidiert mit einem anderen Dienst, etwa Geyser oder einem Voice-Chat-Plugin auf demselben UDP-Port.

So behebst du es:

  1. Sieh im Panel nach, welche Ports deinem Server zugewiesen sind und welche davon schon Geyser oder ein Voice-Chat-Plugin nutzt.
  2. Stoppe den Server und öffne unter Dateien die Datei server.properties.
  3. Setze enable-query=true und trage bei query.port einen zugewiesenen Port ein, den kein anderer UDP-Dienst nutzt.
  4. Speichere und starte den Server wieder. Prüfe in der Konsole, ob die Meldung wegbleibt.

Das Server-Icon hat nicht 64 × 64 Pixel

So sieht die Meldung aus:

Couldn't load server icon
java.lang.IllegalArgumentException: Invalid world icon size [<Breite>, <Höhe>], but expected [64, 64]

Was dahintersteckt: Das Bild server-icon.png im Hauptordner erscheint in der Serverliste der Spieler neben dem Servernamen. Minecraft akzeptiert dafür ausschließlich ein PNG mit genau 64 × 64 Pixeln. Hat das Bild eine andere Größe, lädt der Server es nicht, und die Spieler sehen kein eigenes Icon. Der Server läuft ganz normal weiter.

So behebst du es:

  1. Öffne dein Bild in einem Bildbearbeitungsprogramm und skaliere es auf genau 64 × 64 Pixel.
  2. Speichere es als PNG mit dem Namen server-icon.png.
  3. Lade es unter Dateien in den Hauptordner des Servers hoch und ersetze die alte Datei.
  4. Starte den Server neu. Das neue Icon erscheint, sobald Spieler ihre Serverliste aktualisieren.

Gut zu wissen: Willst du kein eigenes Icon, lösche server-icon.png und starte den Server neu. Die Meldung verschwindet dann ebenfalls.

Ein Client hat ein ungültiges Anmeldepaket geschickt

So sieht die Meldung aus:

Failed to decode packet 'serverbound/minecraft:hello'

Was dahintersteckt: „hello“ ist das erste Paket, das ein Client bei der Anmeldung schickt, unter anderem mit dem Spielernamen. Konnte der Server es nicht lesen, passt der Client nicht zur Server-Version oder zum erwarteten Protokoll, etwa wegen einer anderen Minecraft-Version oder eines fehlenden Modloaders. Der Server trennt nur diese eine Verbindung und läuft weiter.

So behebst du es:

  1. Prüfe, ob zu dieser Uhrzeit ein Spieler beitreten wollte und es nicht geschafft hat.
  2. Wenn ja, vergleiche seine Minecraft-Version mit der Version deines Servers unter Version. Bei einem Modpack braucht er dasselbe Pack mit demselben Modloader.
  3. Wenn niemand beitreten wollte, war es meist ein automatischer Portscanner, der Server im Internet abklopft. Dann musst du nichts tun.

Gut zu wissen: Sollen Spieler mit anderen Client-Versionen beitreten können, hilft auf Paper-Servern ViaVersion.

Der Proxy erreicht den Zielserver nicht rechtzeitig

So sieht die Meldung aus:

io.netty.channel.ConnectTimeoutException: connection timed out after <Millisekunden> ms: /<Adresse>:<Port>

Was dahintersteckt: Ein Proxy wie Velocity oder BungeeCord ist der Eingangsserver, über den Spieler beitreten und dann auf eingetragene Zielserver verteilt werden. Hier wollte der Proxy einen Zielserver erreichen und hat innerhalb der Wartezeit keine Antwort bekommen. Meist stimmen Adresse oder Port nicht, oder der Zielserver ist offline bzw. schläft. Spieler kommen dann nicht auf diesen Zielserver, der Proxy selbst läuft weiter.

So behebst du es:

  1. Lies am Ende der Meldung ab, welche Adresse und welchen Port der Proxy erreichen wollte.
  2. Vergleiche sie in velocity.toml (Abschnitt [servers]) bzw. in der config.yml von BungeeCord (Abschnitt servers) mit den Angaben, die das Panel für den Zielserver zeigt. Sie müssen genau übereinstimmen.
  3. Starte den Zielserver und warte, bis er vollständig hochgefahren ist. Schlafende Server weckst du vorher auf.
  4. Starte den Proxy neu, damit er geänderte Einträge übernimmt, und teste den Beitritt.

Ausführlich: BungeeCord: Could not connect to a default or fallback server

Die Velocity-Unterstützung ist ohne Secret eingeschaltet

So sieht die Meldung aus:

Velocity is enabled, but no secret key was specified. A secret key is required. Disabling velocity...

Was dahintersteckt: Velocity ist ein Proxy, der Spieler an Paper-Server weiterreicht. Damit Paper diesen Weiterleitungen trauen kann, teilen sich Proxy und Server ein gemeinsames Geheimwort, das Secret. In der Paper-Konfiguration ist die Velocity-Unterstützung eingeschaltet, das Secret fehlt aber. Paper schaltet die Unterstützung deshalb ab, und die Spieler-Weiterleitung über den Proxy funktioniert nicht.

So behebst du es:

  1. Hol dir das Secret vom Velocity-Proxy. Bei aktuellen Velocity-Versionen steht es in der Datei forwarding.secret, auf die velocity.toml verweist, bei älteren direkt in velocity.toml.
  2. Öffne auf dem Paper-Server unter Dateien die Datei config/paper-global.yml und suche den Abschnitt proxies → velocity.
  3. Setze enabled: true und trage bei secret genau dasselbe Secret ein.
  4. Nutzt du gar keinen Velocity-Proxy, setze dort stattdessen enabled: false.
  5. Starte den Paper-Server neu und prüfe, ob die Meldung verschwunden ist.

Gut zu wissen: In velocity.toml muss dafür player-info-forwarding-mode auf modern stehen. Bei Paper-Versionen vor 1.19 steht die Einstellung nicht in config/paper-global.yml, sondern in paper.yml unter settings → velocity-support. Behandle das Secret wie ein Passwort.

Der Zielserver lehnt die Verbindung des Proxys ab

So sieht die Meldung aus:

io.netty.channel.AbstractChannel$AnnotatedConnectException: finishConnect(..) failed with error(-111): Connection refused: /<Adresse>:<Port>

Was dahintersteckt: Der Proxy hat die eingetragene Adresse des Zielservers erreicht, dort nimmt aber kein Dienst auf dem Port Verbindungen an. Anders als bei einer Zeitüberschreitung antwortet die Adresse also, nur lauscht dort nichts. Typische Gründe: Der Zielserver ist gestoppt, startet gerade noch, oder der Port im Proxy gehört nicht zu diesem Server. Spieler kommen so lange nicht auf diesen Zielserver.

So behebst du es:

  1. Lies am Ende der Meldung Adresse und Port ab.
  2. Starte den Zielserver und warte in seiner Konsole, bis er vollständig gestartet ist.
  3. Vergleiche Adresse und Port in velocity.toml bzw. in der config.yml von BungeeCord mit den Angaben, die das Panel für den Zielserver zeigt.
  4. Trage nicht 127.0.0.1 ein, wenn Proxy und Zielserver getrennte Server sind. Diese Adresse zeigt auf den Proxy selbst.

Gut zu wissen: Während ein Zielserver neu startet, ist die Meldung normal und verschwindet von selbst.

Ausführlich: BungeeCord: Could not connect to a default or fallback server

Server-Icon hat das falsche Bildformat

So sieht die Meldung aus:

Couldn't load server icon
java.io.IOException: Bad PNG Signature: <Dateisignatur>

Was dahintersteckt: Minecraft erwartet für das Server-Icon eine PNG-Datei. Die Dateisignatur, also die Kennung am Anfang der Datei, passt hier nicht zu PNG. Deshalb erscheint das gewünschte Bild nicht in der Serverliste; der Server läuft weiter.

So behebst du es:

  1. Öffne das gewünschte Bild in einem Bildprogramm und exportiere es ausdrücklich als PNG. Stelle dabei 64 × 64 Pixel ein.
  2. Ersetze unter Dateien die Datei server-icon.png im Hauptverzeichnis des Servers durch das neu exportierte Bild.
  3. Starte den Server neu und prüfe in der Konsole, ob die Meldung verschwunden ist. Aktualisiere anschließend die Serverliste im Minecraft-Client.

Gut zu wissen: Das Umbenennen einer JPEG-Datei in .png ändert ihr Bildformat nicht.

Deine Meldung ist nicht dabei?

Lies die ganze Meldung in der Konsole oder in logs/latest.log, auch die Zeilen direkt davor. Oft steht dort, was zuerst gescheitert ist. Folgt ein Stacktrace, also eine Liste von Zeilen, die mit „at“ beginnen, verraten Ordner- und Dateinamen darin wie plugins/<Plugin> oder <Plugin>.jar das beteiligte Plugin oder die Mod. Bei Proxy-Problemen lies die Logs von Proxy und Zielserver zur selben Uhrzeit. Lege vor Änderungen eine Sicherung an. Kommst du nicht weiter, öffne ein Ticket und nenne die Uhrzeit der Meldung.

Gemessene Aufwachzeiten: Die Dauer schwankt mit Auslastung und Warteschlange und kann deutlich länger als eine Minute sein. Aktuelle P50-, P95- und Erfolgswerte: mcfreehost Produktdaten.

Den passenden Server bestellst du hier: Minecraft Server mieten.